Masoala Halle
8. Januar 2010


Endlich ein wacher Flughund in der Masoala-Halle des Zürcher Zoos, normalerweise hängen sie bloss wie eine reifende Frucht an den Bäumen und lassen die Besucherströme unter sich durchziehen, dieser hier bietet für die wenigen Besucher ein volles Programm: Einem Affen gleich bewegt er sich im Geäst. Was das verblüffendste ist, er klettert einem Primaten ähnlich, dabei hat er seine Flügel nur ein kleines bisschen gespreizt und hangelt sich nun, so als hätte er Hände, mit denen er die Äste Lianen gleich packt, in einem rasanten Tempo hoch.
«So lass es doch endlich in Ruhe!», ruft eine Frau daneben. Der Flughund scheint zu gehorchen und hangelt sich zu seinem üblichen Schlafplatz im Keller der Krone hinab. Kaum unten, klettert er wieder mit leicht gespreizten Flügeln hoch. Er sieht dabei aus wie die Flugsaurier in «Jurassic Parc 3», ehe sie sich in die Lüfte erheben. Unser Flughund aber, als ob er «Tarzan» gesehen hätte, schwingt sich ins Geäst hinauf, ein Etwas flieht vor ihm. Es sieht aus, als ob ein Stück Ast zwei oder drei Lagen höher klettern würde, nach einem kurzen Moment kann ich von meinem Standpunkt aus erkennen, dass es sich um ein Chamäleon handelt. Noch immer gibt der wütende Flughund keine Ruhe und klettert, begleitet von den Protestrufen der empörten Zoobesucherin, dem Reptil nach, bis sich dieses in einen anderen Baum geflüchtet hat. Danach rutscht er die Äste hinab und hängt sich am Fussende der Baumkrone zum Schlafen hin.



flughund

Ein Rodrigues-Flughund aus dem Zürcher Zoo.
Bild: Zoo Zürich, zoo.ch


frühere Einträge
:
Laubbläser im Einsatz – 5. Januar
Oensingen – 29. Dezember 2009
Limmattal – 27. Dezember 2009

nächste Einträge:
im 4er – 11. Januar
Sprachbetrachtung: Ich, der Nihilist – 11. Januar
Vorverkauf für das U2-Konzert – 28. Januar



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