Wengiswil
29. April 2010


Die Tour de Romandie rollt über die Strassen des Fribourgerlandes. Da es unter der Woche ist, stehen die Zuschauer bloss in den Ortschaften Spalier. Überland verfolgt praktisch niemand das Rennen. So rollt die Tour in Wengiswil einer Kuhweide entlang. Gwundrig eilen sämtliche Kühe an die Strasse, 150 Radfahrer sieht kuh nicht alle Tage. Von oben nähert sich der Kamera-Helikopter. Die Kühe ziehen sich verängstigt zurück. Doch sie lokalisieren den Lärm und kehren an die Strasse zurück, wo weiterhin das Peloton in relativer Stille vorbeirollt. Mitten unter den Rennfahrern befindet sich ein Kameramotorad. Vom plötzlichen Motorenlärm erschreckt, treten die Kühe, fast so synchorn wie ein Schwarm Fische, ein paar Schritte zurück. Ebenso schwarmgleich treten sie, nachdem der Töff vorbei gefahren ist, wieder an den Zaun, wo mittlerweile der Schluss des Feldes folgt. Auf ein unsichtbares Signal hin drehen sich über ein Dutzend Kühe synchron ab und rennen als kompaktes Feld Rindviecher neben dem Feld Velorennfahrer her. Ein bemerkensewertes Bild. –

Im Gegensatz zu den Pferden mögen die Kühe den Rennfahrern nicht nach, was auch keine Rolle spielt, denn erneut nähert sich der Kamerahelikopter, der den kuhischen Synchrontanz gefilmt hatte, der Herde. Kaum hören die Kühe den Helikopter, kriegen sie es mit der Angst zu tun, lassen von ihrem Wettrennen mit dem Peloton ab und kehren in ungeordnetem Marsch zurück auf die Weide. Hauptsache möglichst schnell und möglichst weit weg vom Lärm von oben.


cavendish

Der Brite Mark Cavendish gewinnt die 2. Etappe der Tour der Romandie von Fribourg nach Fribourg, die auch über Wengiswil führte.


frühere Einträge
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Zürich, Hotel Widder – 28.. April
im Bus – 21. April
Zürich baut – 21. April


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Wahrung der Relationen – 30. April
Verbrechen gegen die Menschlichkeit – 11. Mai
Flims, Hotel Vorab – 16. Mai


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