das Gedicht


Ich schrieb ein Gedicht,
stundenlang arbeitete ich daran.
Ich wollte die Welt verändern
und gab mir echt Mühe dabei.
Das Frustrierende dabei ist, dass es niemand hören will.
Ich schrieb ein Gedicht, um die Welt zu verändern.
Doch wenn ich mich umsehe, stelle ich fest,
dass sich nichts verändert hat.

Ich schrieb über das Elend in der dritten Welt,
über Bürgerkrieg und Hungersnot.
Ich prangerte die Diktaturen an,
und besang die Arbeit von Amnesty International.

Ich schrieb über die sozialen Probleme,
über Armut und Drogen.
Prangerte unfähige Politiker an
und besang die Fürsorge.

Ich schrieb gegen den Krieg,
wie einst Dylan und Lennon vor mir.
Prangerte das Schlechte an
und besang das Gute.

Ich schrieb ein Gedicht,
stundenlang arbeitete ich daran.
Ich wollte die Welt verändern
und ich gab mir echt Mühe dabei.
Das Frustrierende dabei ist, dass es niemand hören will.
Ich schrieb ein Gedicht, um die Welt zu verändern.
Doch wenn ich mich umsehe, stelle ich fest,
dass sich nichts verändert hat.

 

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das Gedicht – 1993  

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