Nachwort der Autoren
 


Die Höngger gehen ins Dorf, wenn sie am Meierhofplatz ins Restaurant oder einkaufen gehen. Während den Aufnahmen zu den über 1000 Fotos, von denen fast 300 im Buch sind, haben wir Höngg kennengelernt und festgestellt, dass man hier bereits vor 1900 nicht nur bäuerlich, sondern durchaus städtisch bauen konnte. Man konnte zu jeder Epoche in Höngg neben gesichtsloser Architektur immer auch gute, zeitgenössische Architektur bauen konnte, die nicht verhindert wurde. Dadurch hat Höngg stilgeschichtliche Zeitzeugen durch die letzen 110 Jahre.

Wenn dies der Ausdruck der Höngger Seele ist, heisst das, dass sie urban ist. Der Ausdruck vom Dorf bezieht sich viel eher auf die Form des Zusammenlebens, wo man sich kennt und sich grüsst – im Gegensatz zur Anonymität der Grossstadt. Paul Nizon, der heute in Paris lebende Schweizer Schriftsteller hat dies bemerkt, als er in Höngg gelebt hat: «Ich könnte mich auf die Dauer auf dem Land nicht wohlfühlen, ich brauche die Stadt. Aber ländliche Relikte in der Stadt, Land in städtischer Verfremdung, das sagt mir zu. Das potenziert die Stadt. (…) Es scheint, dass sich diese Bedingungen in Höngg aufs Glücklichste ergeben haben. Ich bin gern da.»

Dem schliessen wir uns gerne an.
François G. Baer und Yves Baer

 

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