zum Buch, aus dem Vorwort von Al’Leu  
«Libellen fliegen weiter» ist nicht bloss ein weiteres Jahrbuch des Zürcher Schriftsteller und Schriftstellerinnen-Verbandes ZSV, sondern die Anthologie zum 75-Jahr-Jubiläum, zu der Yves Baer zwei Kurzgeschichten beigesteuert hat.


2017 feiert der Zürcher Schriftsteller- und Schriftstellerinnen-Verband und der Verband Ostschweizer Autorinnen und Autoren, kurz: ZSV, sein 75-jähriges Bestehen. Früher stand in den Statuten als Zweck dieser Interessengemeinschaft die «Förderung des einheimischen Literaturschaffens». Dies setzt der ZSV heute um mit Lesungen, Buchpräsentationen und das Publizieren von Textsammlungen eine wirksame Plattform an.

«Wir haben die Autorinnen und Autoren des ZSV gebeten, für den vorliegenden Band bisher unveröffentlichte Lyrik und Prosa einzureichen.», schreibt ZSV-Präsident Al Leu im Vorwort. «Aus den eingegangenen Texten wurde eine repräsentative Auswahl getroffen, welche wir unter dem Titel ‹Libellen fliegen weiter› vorlegen».

Vom Rudern beim Schreiben
«Bei diesem Titel stellt sich die Frage: ‹Fliegen weiter, als wer?›, so Al’Leu. Der Gestalter Res Perrot hat auf dem Umschlag einen Ruderer im Boot illustriert. So schreibt Leu weiter: «Die Antwort könnte also heissen: ‹Weiter als ein Ruderer es schafft.› Das Bild des Ruderers, mit seiner unmittelbar vergänglichen Spur, ist genauso vielschichtig, wie die vorliegende Textauswahl Es ist die Einsamkeit der individuellen Fortbewegung auf dem Wasser, die sich von der Illusion des Gemeinsamen absetzt, welche in Bertold Brechts Gedicht: «Rudern, Gespräche» verherrlicht wird:

«Neben einander rudernd
sprechen Sie.
Sprechend
rudern sie nebeneinander.»

Das Bild von Res Perrot zeigt ein Verhalten, das konsequent darauf verweist, dass im literarischen Schaffensprozess das Gegenteil geschieht: Die Einzelerfahrung setzt voraus, sich entfernen zu können vom kollektiven Wettstreit im Konsum und der immer perfekter konfektionierten Lebensweise, um schreibend zu sich selbst zu finden. So kann sich einepersönliche Haltung zur Faszinanz und den Defiziten unserer Umgebung aufbauen.»

«Libellen fliegen weiter» versammelt Prosa und Lyrik von 28 Autorinen und Autoren des Zürcher Schriftsteller und Schriftstellerinnen-Verbandes und des Verbandes Ostschweizer Autorinen und Autoren. Yves Baer steuerte die Kurzgeschichten «das Foto» und der «Kuss der Muse».


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