Musicus
Zu schnell für wirklich Gutes
23. März 2008
In nur zwei Monaten veröffentlichten die Raconteurs ihr zweites Album. Fast zu schnell. Bewertung * * *

Das ging schnell. Im Februar versammelten sich die Raconteurs im Studio und pünktlich auf Ostern erschien der Zweitling. Manchmal wünschte man sich, Jack White und Brendan Benson hätten sich ein wenig mehr Zeit genommen, um das Material zu sichten. Was das Debutalbum von 2006 zu kurz war, ist der Zweitling nun zu lang. Respektive man kommt auf die Idee, bloss ein weiteres Album der White Stripes zu hören. Dass sowohl The Raconteurs wie The White Stripes problemlos nebeneinander existieren können, haben eigentlich die letzten Alben der Bands bewiesen.

Dass alles etwas gar schnell ging, belegt auch, dass man keinen wirklichen roten Faden im Album ausmachen kann. Zu abwechslungsreich ist das musikalische Spektrum. Gerade bei Alben mit vielen musikalischen Facetten lohnt es sich, an der Reihenfolge herumzustudieren, damit das Endprodukt nicht zufällig klingt. Leider haben dies die Raconterus nicht getan. Die kurze Produktionszeit hatte dennoch ihren Vorteil, niemand kam auf die Idee, noch etwas an den Songs herumzuglätten. Die Spielfreude der Musiker machen das Album hörenswert, manchmal wähnt man sich bereits an einem Konzert der Band.




Tracklist:
Consolers Of The Lonely
Salute Your Solution
You Don't Understand Me
Old Enough
Switch And The Spur
Hold Up
Top Yourself
Many Shades Of Black
Five On The Five
Attention
Pull This Blanket Off
Rich Kid Blues
These Stone Will Shout
Carolina Drama




 

 

   

Links: Raconteurs Online



  Notenraster:
* Geld verschwendet
* * Eine EP hätts getan
* * * Okay
* * * * gutes Album
* * * * * we are pleased
* * * * * * Meisterwerk
   

Weiterer Beitrag über die Raconteurs:

Erzählungen aus der Rockvergangenheit (2006, The Raconteurs)

Zu den White Stripes:
Weiter geöffnete weisse Streifen (2007, Icky Thump)