Eigentlich eher aus Zufall auf Facebook darauf gestossen, dass Stephan Eicher unter #Pimpmyquarantine ein etwa halbstündiges Konzert aus seiner Küche spielt. Er hat die ganze Woche seit der französischen Ausgangssperre kurze Videoclips gepostet, manchmal nur ein paar Sekunden lang, worin man ihn ein Instrument stimmen sieht oder Kaffee kochen oder heisses Wasser aufsetzen. Mit der Zeit wurde das Konzept ersichtlich. Eicher macht in seiner Küche Musik. Dass es mit dem gleichzeitigen Kochen kann, zeigt das heutige Konzert, worin Eicher einen Song abbrechen muss, weil das Spargelwasser überkocht. Es könnte ein Element aus seinen Konzerten sein. Bloss, Eicher spielt alleine mit Laptop, Synthesizer und Gitarre. 2005 erlebte ich im El Lokal ein Solokonzert von ihm, nur mit akustischer Gitarre G4 Powerbook und dem E-Piano bestückt.
Ein Grund für das Küchenkonzert nennt Stephan, dass er mit Sophie Hunger einer Meinung sei, dass Konzerte und Grossveranstaltungen noch lange nicht möglich sein werden. Die Kulturszene hat es als erstes getroffen und wird am längsten darunter leiden. Möglicherweise wären erst im Laufe des nächsten Jahres wieder Konzerte möglich.

Konzertanzeige auf Facebook für das Konzert vom 27. März.