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neuer Tag
Barcelona Tage
eine Inspiration




neuer Tag

Und wenn du denkst, es geht nicht vorwärts,
du an Ort trittst,
der Winter ewig zu dauern scheint
und es kein schönes Wetter werden will:

Und wenn dir alle auf die Kappe geben,
du der Sündenbock bist,
das Meeting endlos ist
und dir nichts gelingen will:

Tritt einen Schritt zurück.
Schau zum Himmel
und atme durch.
Du weisst:

Was auch immer geschah,
was auch immer geschieht,
Morgen ist ein neuer Tag.
Packe ihn an.

Und wenn das Licht die Dunkelheit verdrängt,
du auf einer Erfolgswelle reitest,
dir die Sonne lacht
und wenn du geliebt wirst:

Tritt einen Schritt zurück.
Schau zum Himmel
und halte einen Moment inne.
Vergiss nicht:

Was auch immer geschah,
Was auch immer geschieht.
Es ist ein neuer Tag.
Packe ihn an.

 


Barcelona Tage

Ich stand heute an deinem Grab
und erinnerte mich der alten Zeiten.
Höre noch knapp die Stimmen.
Der Ort sagt mir aber nichts mehr.

Zuviel ist in der Erinnerung zu ungenau,
obwohl ich’s mir damals eingeprägt habe
und heute noch im Detail vor mir sehe.
Beschwören würde ich die Tatsachen nicht mehr.

Wir waren jung, wir waren frei.
Ein alter Film, mit jungen Darstellern.
Die Bilder sind in einer Schuhschachtel verstaut,
tief im Archiv der Erinnerung.

Die Erinnerungen sind bunte Scherben,
Teile der Mosaike im Park Güell.
Nichtssagende bunte Tonscherben in einer Parkbank.
auf der heute achtlos Touristen sitzen.

Das Leben ging weiter,
wie auch die Touristen weitergingen.
Auch ich werde weiterziehen.
Ich werde dir nachfolgen.

Wir waren jung, wir waren frei.
Ein alter Film, mit jungen Darstellern.
Die Bilder sind in einer Schuhschachtel verstaut,
tief im Archiv der Erinnerung.

Das waren die Barcelona Tage, ein bunter Film.
Das waren die Barcelona Tage, ich lasse sie nicht enden.
Das waren die Barcelona Tage, nun sind sie definitiv vorbei.
Das waren die Barcelona Tage, ich erinnere mich immer an sie.

Das waren die Tage,
die Barcelona Tage.


eine Inspiration

Geschlossene Läden so weit das Auge reicht –
als ob es Sonntag wäre.
Bus und Tram
fahren menschenleer
durch die verwaiste Stadt.

Auf den Balkonen applaudieren Menschen
jenen
die draussen sind,
kämpfen und arbeiten,
um den Organsismus,
das Vitalsystem,
am Laufen und am Leben zu erhalten.

Büros und Schulen geschlossen.
Im Wald Kinder und Mütter,
das Handy am Ohr,
hinter der Kulisse ruht das Geschäft oft nicht.
Väter am Nachmittag
mit Nachwuchs auf dem Fahrrad,
den Turnunterricht
zwischen zwei Videokonferenzen übernehmend.

Menschen halten Abstand von einander–
doch haben sie vermehrt das Bedürfnis
miteinander zu spechen.
Über Nacht kam der Lockdown:
Weckte das Beste –
Nachbarschaftshilfe –
und das Schlechteste –
Denunziantentum in uns.

Über Nacht eine neue Welt:
Vieles ist anders,
mehr noch ungewiss.
Doch alles ist eine Inspriation.

 

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